Vom Möbelschreiner zum Konservator-Restaurator für Möbel und Holzobjekte und Sachverständigen für präventive Konservierung

Bereits während meiner Berufslehre als Möbelschreiner 1996 – 2000 bemerkte ich, dass ich mich dem Restaurieren von historischen Möbeln und Innenausbauten stärker verbunden fühlte, als deren Neuproduktion. Somit absovierte ich von 2005 -2006 die berufliche Weiterbildung zum Möbelrestaurator beim Verband Luzerner Schreiner.

 

Zu Beginn der Weiterbildung hatte ich das grosse Glück im Schweizerischen Nationalmuseum eine Projektstelle zu finden, welche die Reinigung des Möbel- und Interieurbestandes des Nationalmuseums an den damaligen Aussenlagern und deren Umlagerung bzw. Einlagerung im 2007 neu Eröffneten Sammlungszentrum Affoltern a. A. beinhaltete.

Durch das Projekt im Sammlungszentrum A. a. A wurde in mir der Wunsch geweckt, einen Schritt weiter zu gehen und das Studium an der Hochschule der Künste in Bern für Konservierung-Restaurierung zu belegen. Nach dem erlangen des Master of Arts in Konservierung-Restaurierung in der Vertiefung Architektur, Ausstattung und Möbel konnte ich von 2014 - 2019 in verschiedenen Konservierungs-Restaurierungsprojekten bei Peter Egloff Fachbetrieb für Denkmalpflege, bei Kurt Fasnacht (Mühledoktor) und im Atelier für Möbel und Holzobjekte im Sammlungszentrum Affoltern a. Albis des Schweizerischen Nationalmuseums mitwirken.

 

Seit 2016 arbeite ich im Teilzeitpensum in der Sammlung vom Museum Aargau als Konservator-Restaurator und bin für alle Fragen der Konservierung-Restaurierung sowie der präventiven Konservierung zuständig. Dabei betreue ich die gesamte Sammlung an dessen Standorten wie Schloss Hallwyl, Schloss Lenzburg, Schloss Wildegg und im Sammlungszentrum Egliswil.

 

Im Mai 2020 habe ich meine Geschäft Atelier Thomas Imfeld gegründet und biete Konservierung-Restaurierung von Möbel und Holzobjekte sowie Beratung und Unterstützung für Museen und Sammlungen  an.

Meine Arbeitsweise

Bei der Planung jeder Konservierung-Restaurierung wie auch in der präventiven Konservierung steht für mich der Erhalt des Objekts, sowie der künstlerischen Intension im Vordergrund und wird bei jeder Massnahme am und für das Objekt mit einbezogen.

 

Bei der Materialauswahl, welche ich für die Konservierung-Restaurierung verwende, lege ich höchsten Wert auf die Wiederbearbeitarkeit. Dies ermöglicht bei späteren, erneuten Massnahmen die Reversiblität und wie erwähnt die Wiederbearbeitbarkeit von heute getätigten Eingriffen.

 

Jede Massnahme lässt sich primär am Objekt, augenscheinlich oder mittels Untersuch, ablesen und/oder wird dokumentarisch festgehalten. Dies garantiert gegenwärtig und künftig die Unterscheidung vom Original.

 

Ich habe mich persönlich verpflichtet, mich den beruflichen Richtlinien und dem Ehrenkodex des schweizerischen Verbands für Konservierung und Restaurierung zu unterstellen, wie es auf restaurierung.swiss nachgelesen werden kann.